In seinem soeben bei DTV erschienenen ökonomischen Fachbuch „Ohne Schulden läuft nichts“ untersucht Autor Thomas Strobl die Entwicklung des Kapitalismus – und zitiert dabei überraschenderweise oft The Who. Das erste Kapitel des unterhaltsam geschrieben Fachbuchs erzählt sogar ausführlich, wie die dreibändige Who-Chronik „Maximum Rock“ die Entstehung des Werks inspirierte: „Als ich diese (…) emotionale, künstlerische und nicht zuletzt finanzielle Berg-und-Tal-Bahn auf mich wirken ließ, den bizarren Cocktail aus Sex, Drogen, Genie und Gewalt, da wurde mir eines klar: The Who mit ihrer gleichermaßen produktiven wie zerstörerischen Anarchie sind die perfekte Verkörperung des Kapitalismus!“
Über diese Aussage mag man staunen; wenn man das Buch liest, wird jedoch klar, weshalb The Who als ausgeprägte Individualisten durchaus geeignet erscheinen, in den ewigen Widerstreit der Wirtschaftswissenschaftler einzugreifen. All jene Gelehrten, die den Faktor der menschlichen Unberechenbarkeit in der ökonomischen Theorie gering schätzen, werden durch The Who, „die Archetypen des kreativen Zerstörers“ (nach Joseph A. Schumpeter, dem Helden der freien Marktwirtschaft), eines Besseren belehrt. Die verrückteste Rockband aller Zeiten findet damit auch Eingang in die Wirtschaftsliteratur, und künftige Bankdirektoren und Konzernmanager werden mit dem Sinnbild von vier tobsüchtigen Irren auf einer in Schall und Rauch versinkenden Bühne aus den Universitäten entlassen - Long Live Rock!"
Die vom Verlag ins Netz gestellte Leseprobe des Buchs von Thomas Strobl findet man hier (über The Who ab S 13): http://www.dtv.de/_pdf/blickinsbuch/24831.pdf
29.04.10
„The Who - Maximum Rock“ für US-Buchpreis nominiert
Die US-amerikanische Association for Recorded Sound Collections hat die beiden 2009 erschienenen Bände der umfangreichen Rockmusikbiografie „The Who - Maximum Rock“ von Christoph Geisselhart für die Preisverleihung Awards for Excellence in Historical Recorded Sound Research 2010 nominiert. Die ARCS zeichnet alljährlich besonders gut recherchierte Rockmusikbücher und Artikel aus, mit dem Ziel, auf diese Veröffentlichungen aufmerksam zu machen. Die Wahl eines deutschsprachigen Titels für das Finale eines amerikanischen Buchpreises ist sehr ungewöhnlich. Im August werden die Gewinner offiziell bekannt gegeben. Weitere Informationen unter www.arsc-audio.org.
02.02.10
The Who wollen trotz Hexenjagd in Miami beim Super Bowl spielen
Pete Townshend, Gitarrist und Songwriter der legendären Rockgruppe The Who, wird vor dem Auftritt beim Finale der US-amerikanischen Football League von übereifrigen Kinderrechtlern mit einer aggressiven Kampagne verfolgt. Der britische Rockstar, der während seiner bald 50jährigen Karriere viele Millionen Dollar für Wohlfahrtsorganisationen auch in den USA eingespielt hat, sei ein registrierter „Sexualstraftäter“ und laufe „am 7. Februar in Miami frei herum“ – so heißt es auf einem steckbriefähnlichen Handzettel, den die dubiose Vereinigung an Haushalte und Schulen rund um das Stadion verteilte.
Pete Townshend hatte 2003 eingeräumt, zum Zweck eigener Recherchen auch Webseiten mit FBI-Warnhinweisen und kinderpornografischem Inhalt angeklickt zu haben. Wie im dritten Band von "Maximum Rock" ausführlich dargestellt, erlaubte einzig diese Aussage später seinen Eintrag in die von offenbar schlecht informierten Kinderschützern nun herangezogene „Sex Offender List“. Der Eintrag hätte nach fünf Jahren gelöscht werden müssen, zumal inzwischen zweifelsfrei nachgewiesen wurde, dass der Musiker unschuldig ins Visier von Fahndern der Internetermittlung „Operation Ore“ geraten war. Die ihm zur Last gelegte Kreditkartenabbuchung bezog sich demnach auf eine Webseite ohne jeglichen strafrechtlich relevanten Inhalt. Townshends Vorverurteilung, die den Komponist beinahe in den Selbstmord getrieben hatte, ist damit eindeutig wiederlegt.
Ungeachtet dieser Tatsache versuchten die mit fragwürdigen Methoden operierenden Kinderrechtler, Townshends Einreise in die USA sogar staatsanwaltlich zu verhindern. Sprecher der Vereinigung beharren darauf, dass der 64-Jährige Gitarrist eine Bedrohung darstelle. Die aggressive Kampagne lässt durchaus Spekulationen zu, dass mit der öffentlichen Aufmerksamkeit vor allem Spender aus gewissen Kreisen gewonnen werden sollen.
Pete Townshend, der in seinen außergewöhnlichen Songs und Rockopern stets Partei für gesellschaftlich Schwächere, Benachteiligte und Außenseiter ergriffen hat, gab bisher keine öffentliche Erklärung ab. Gleichwohl wollen The Who laut Auskunft von Who-Chronist Christoph Geisselhart am 7. Februar beim Super Bowl auftreten und mit einem furiosen Auftritt die passende Antwort geben.
Pete Townshend hatte 2003 eingeräumt, zum Zweck eigener Recherchen auch Webseiten mit FBI-Warnhinweisen und kinderpornografischem Inhalt angeklickt zu haben. Wie im dritten Band von "Maximum Rock" ausführlich dargestellt, erlaubte einzig diese Aussage später seinen Eintrag in die von offenbar schlecht informierten Kinderschützern nun herangezogene „Sex Offender List“. Der Eintrag hätte nach fünf Jahren gelöscht werden müssen, zumal inzwischen zweifelsfrei nachgewiesen wurde, dass der Musiker unschuldig ins Visier von Fahndern der Internetermittlung „Operation Ore“ geraten war. Die ihm zur Last gelegte Kreditkartenabbuchung bezog sich demnach auf eine Webseite ohne jeglichen strafrechtlich relevanten Inhalt. Townshends Vorverurteilung, die den Komponist beinahe in den Selbstmord getrieben hatte, ist damit eindeutig wiederlegt.
Ungeachtet dieser Tatsache versuchten die mit fragwürdigen Methoden operierenden Kinderrechtler, Townshends Einreise in die USA sogar staatsanwaltlich zu verhindern. Sprecher der Vereinigung beharren darauf, dass der 64-Jährige Gitarrist eine Bedrohung darstelle. Die aggressive Kampagne lässt durchaus Spekulationen zu, dass mit der öffentlichen Aufmerksamkeit vor allem Spender aus gewissen Kreisen gewonnen werden sollen.
Pete Townshend, der in seinen außergewöhnlichen Songs und Rockopern stets Partei für gesellschaftlich Schwächere, Benachteiligte und Außenseiter ergriffen hat, gab bisher keine öffentliche Erklärung ab. Gleichwohl wollen The Who laut Auskunft von Who-Chronist Christoph Geisselhart am 7. Februar beim Super Bowl auftreten und mit einem furiosen Auftritt die passende Antwort geben.
30.01.10
Simon Townshends Gitarre
Welcher Gitarrist möchte nicht gern spielen können wie Pete Townshend! Nicht nur die einzigartige Technik und brachiale Bühnenshow des genialen Who-Gitarristen, sondern auch sein unübertrefflicher Live-Sound begeistern nach wie vor Fans und Musiker. Petes jüngerer Bruder und Who-Gitarrist Simon hat nun in Zusammenarbeit mit dem englischen Gitarrenhersteller JJ Guitars eine Signature herausgebracht, mit der man dank Stereo-Ausgang und Piezo-Tonabnehmer auf einen akustischen Gitarrensound umschalten kann, ohne die Gitarre zu wechseln. Damit klingt die Gitarre live genauso, wie Pete und Simon es zum Beispiel bei "Pinball Wizard" praktizieren. Fazit: Die ST-Signature ist ein wundervoll leicht zu spielendes, handgearbeitetes und hochwertiges Profi-Instrument und ziert nunmehr auch die Gitarrensammlung des Autors. (Foto: Simon Townshend im Studio mit seiner Signature-Gitarre)-->Mehr Infos bei JJ Guitars
20.12.09
"Maximum Rock" im Fernsehen
SWR-Musikredakteur Günther Schneidewind stellte die Who-Trilogie im Dritten Fernsehprogramm ausführlich vor.
Zum Abspielen des kurzen Mitschnitts auf > klicken.
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25.11.09
Aufnahmen zu neuem Who-Album im Dezember
Pino Palladino, Bassist der aktuellen Who-Tour-Band, gab während eines Treffens mit Christoph Geisselhart bekannt, dass Pete Townshend bereits in den nächsten Wochen erste Aufnahmen für die neue Who-Platte plant. "Wir werden im Dezember mit Pete im Studio sein", erklärte Pino, der außerdem auch seine Teilnahme an der geplanten Who-Tournee 2010/2011 "definitiv" bestätigte.
09.11.09
English translation in the pipeline
Kurz nach der Fertigstellung der Trilogie "Maximum Rock", der weltweit größten, aktuellsten und umfassendsten Publikation über die britischen Rockpioniere The Who, zeigte sich bei der Buchmesse in Frankfurt, dass auch Verlage und Agenturen in den USA, Großbritannien, Japan, Holland und in Südosteuropa Interesse an einer Übersetzungen des Werks haben. Auszüge einer anvisierten englischen Übersetzung sind bereits online verfügbar: http://thewhopreview.blogspot.com
15.10.09
Band 3 ist im Handel
Mit der Veröffentlichung von Band 3 ist die Who-Trilogie komplett. Auf insgesamt fast 1.400 Seiten wird die Geschichte der verrücktesten Rockband aller Zeiten, die nun schon über ein halbes Jahrhundert währt, lebendig und facettenreich ausgebreitet. Erfreulich ist die ungeteilte Zustimmung, die "Maximum Rock" bei Kritikern, Musikjournalisten und in Leserbriefen an den Autor erfahren hat. Das Werk wurde ungeachtet seines einschüchternden Umfangs und seiner klaren Ausrichtung auf eine hierzulande nicht übermäßig populäre Rockband durchweg als kurzweilig und als süchtig machende exemplare Beschreibung innerhalb des Genres verstanden. Die Leserschaft beschränkte sich keineswegs nur auf Who-Fans; vielmehr scheint es so, dass zahlreiche Rockmusikfans durch das Buch erst für The Who gewonnen wurden. "Es sollte viel mehr Rockmusikbücher dieser Art geben" war eine wiederkehrende Formulierung in vielen Leserzuschriften. Ein schönes Kompliment für den Autor und eine Ermunterung an den Verlag, auch künftig unkonventionelle Rockbuchprojekte zu wagen.
23.09.09
Who's Kicking Who
Mehrere Vorbesteller von Band 3 haben bei amazon.de die Mitteilung erhalten, dass das abschließende Buch der Trilogie "nicht mehr lieferbar" sei - was natürlich falsch ist, da Band 3 ja noch gar nicht veröffentlicht wurde. Deswegen erklärte der Hannibal-Verlag: "Sobald der Titel in Kürze lieferbar ist (das Buch trifft am 7.10. bei der Auslieferungsfirma ein), wird auch Amazon Band 3 wieder als lieferbar anzeigen." Wer sich inzwischen die Wartezeit verkürzen möchte, findet auf der Webseite "Rock On Canvas" immerhin schon ein neues Gemälde von Christoph Geisselhart über The Who.
17.08.09
Band drei erscheint ab Ende September
Ganz so wund wie Pete Townshends Finger sind sicherlich weder die des Autors vom Tippen der annähernd 1.400 Manuskriptseiten noch die der Leser vom Umblättern der bereits erschienenen rund 900 Buchseiten der ersten beiden Who-Bände. Gleichwohl hat die weltweit größte und in der Rockliteratur schon dank ihres Umfangs einmalige Who-Trilogie allen Beteiligten nicht nur viel Spaß gemacht, sondern auch viel Hartnäckigkeit abverlangt. Jetzt befindet sich der dritte Band in der Produktion. Ausgeliefert werden soll das rund 450 Seiten starke Werk frühestens Ende September, spätestens aber zur Buchmesser Mitte Oktober 2009. Und selbstredend wird darin auch erzählt, weshalb Petes Finger so sehr in Mitleidenschaft geraten sind ...
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